W.J. Krefting | Aschekinder


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© W. J. Krefting

 

Mit seinem Thriller Aschekinder führt W. J. Krefting seinen Leser in die Tiefen des australischen Kleinstadtmiefs - auf nach Swan Hill, in dem vor Jahren eine Bande Jugendlicher spurlos verschwand, und eine Polizistin den Fall 15 Jahre später neu aufrollt.

 

Krefting schaffte es 2016 auf die Tolino Nr. 1 Bestseller-Liste. Meine persönliche Meinung bezieht sich auf diese im Selfpublishing veröffentlichte Ausgabe. Die neu lektorierte Verlagsausgabe erschien am 27. März 2018 bei dem Amazon Imprint Edition M.

 


 

WORUM ES GEHT

 

Auf der Grundlage einer wahren Begebenheit erzählt Krefting in seinem Thriller von dem Verschwinden einer Gruppe von Jugendlichen in Australien im Jahr 1999. Dabei bedient er sich des Stilmittels der Mehrfach-Perspektive und etabliert neben der eigentlichen Handlung einen weiteren Strang. Dieser handelt 15 Jahre später und dreht sich um das Leben der Polizistin Rachel Buchanan.

 

Nach einem persönlichen Drama nicht mehr in der Lage, ihr Leben in den Griff zu bekommen, erhält die junge Frau von ihrem Vorgesetzten eine letzte Chance. Sie wird von der australischen Großstadt in das Provinznest Swan Hill zu einem Polizeiaustausch versetzt.

 

Dort angekommen, wird sie mit dem ungelösten Fall der vier verschwundenen Jugendlichen konfrontiert. Eine betroffene Mutter ist davon überzeugt, einen der Jugendlichen wiedererkannt zu haben. Rachel Buchanan rollt den Fall wieder auf und muss sich neben ihren eigenen Dämonen auch denen der Kleinstadt stellen.

 

MEINE MEINUNG

 

Der Plot ist solide konstruiert, wartet aber mit wenigen Überraschungen auf und bietet mäßige Spannung.

 

Die Ermittlerin Rachel Buchanan wirkt sympathisch, richtig Mitleid ob ihres Schicksals ist bei mir jedoch nicht aufgekommen. Die Passagen, in denen ihr Hintergrund der Versetzung erzählt wird, wirken emotionslos. Insgesamt ist das Buch eher emotionsarm. Die Figuren bleiben allesamt blass und monoton. Das Verschwinden der Jugendlichen berührt mich nur wenig.

 

Trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich mich beim Lesen gelangweilt habe. Das liegt vor allem daran, dass Kreftings Sprache flüssig ist und er erzählen kann. Über die wenigen sprachlichen Schnitzer kann ich hinwegsehne, da sie den Lesefluss nicht wirklich beeinträchtigt haben.

 

Das Cover hat mir gut gefallen und mich erst zu dem Kauf bewogen, auch der Umstand, dass Krefting in Münster lebt und somit so etwas wie ein Nachbar ist! Gestört haben mich die vielen Absätze, wie man sie von den Plattformen Sweek oder Wattpad kennt. Für das Lesen via Internet finde ich diese Methode vollkommen in Ordnung. In einem Softcover-Exemplar hat diese Form jedoch nichts verloren. Der Gedanke, der Autor versuche damit, die Seitenzahl in die Höhe zu treiben, hat mich ob des Preises etwas enttäuscht.

 

FAZIT

 

Alles in allem ist Aschekinder ein unterhaltsames Buch, das ich gerne in meinem SP-Regal habe. Wer mal schnell einen Krimi in einem Rutsch lesen möchte, um auf andere Gedanken zu kommen, ist bei Kreftings Roman gut aufgehoben.

 

Mit Aschemädchen ist 2018 in der Edition M bereits der zweite Band um die britische Polizistin Rachel Buchanan erschienen.


W.J. Krefting im Internet:

thriller-und-krimis.de